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Petersilienwurzel – aus der Familie der Doldenblütler

Petersilienwurzel gehört zu den klassischen Wintergemüsesorten. Man bekommt sie ab Ende Oktober bis in den Februar hinein. Sie schmecken intensiv-würzig, dennoch fein, passen zu fast allem und sind vielseitig zuzubereiten. Botanisch gehören Petersilienwurzeln übrigens zu den Doldenblütlern; mit der Blattpetersilie sind sie eng verwandt. Solange ihre glatten Blätter jung und zart sind, kann man sie ähnlich wie „echte“ Petersilie gehackt über so ziemlich jedes Gericht streuen. Auch gesundheitlich ist sie nicht zu unterschätzen. Je nach Sorte enthält Petersilienwurzel verschiedene ätherische Öle. Einige sorgen für den typischen Geschmack, andere haben eine heilsame Wirkung. Als besonders wirksam gelten in der Naturheilkunde Apiol (Petersilienkampfer) und Myristicin, die bei Blasen-entzündung und anderen Erkrankungen der Harnwege eingesetzt werden. Ebenfalls können die ätherischen Öle der Wurzel einen gereizten Magen beruhigen. Besonders bei akuten Beschwerden isst man sie am besten gekocht und püriert – so belastet sie nicht und lässt sich noch leichter verdauen.

Als typisches Wintergemüse war die Petersilienwurzel früher besonders wichtig, um in der kalten Jahreszeit die leeren Vitamin-speicher zu füllen. Aber auch heute lohnt es sich, die würzige Wurzel öfter mal zuzubereiten, denn sie hat neben reichlich Vitamin C auch mehrere Vitamine aus der B-Gruppe sowie sekundäre Pflanzenstoffe zu bieten. 

Lagerung: In ein feuchtes Tuch gewickelt hält sich Petersilienwurzel bis zu etwa 1 Woche frisch.

*Wenn die Zutaten gerade Saison haben, findest Du diese in unserem Shop

Rezeptvorschlag: Kartoffel-Petersilienwurzel-Bratling mit selbstgemachtem Apfelmus

Himmel un Ääd Gemüse:

200g Kartoffeln
200g Petersilienwurzel
50g Knollensellerie
½ Zwiebel
1 Kg Äpfel

– für 2 Personen –

Weitere Zutaten:

1 Ei / 3 El Haferflocken
15g Speisestärke
50g Mehl
100ml Wasser

Gewürze:

Salz
Pfeffer
Rapsöl
Muskatnuss
Schuss Zitrone
Zimt und Vanille

Zubereitung:

Die Kartoffeln, Knollensellerie und Petersilienwurzeln gut waschen und optional schälen. Anschließend grob raspeln. Die Kartoffelraspeln mit den Händen ausdrücken bis die Flüssigkeit entwichen ist und mit der Petersilienwurzel, dem Knollensellerie, der Stärke, dem Ei und Mehl vermengen. Alternativ zu Ei kannst Du 3-4 EL feine Haferflocken für 30 Minute in der doppelten Menge was ziehen lassen und die Maße anschließend als Bindemittel einsetzen.  Die halbe Zwiebel schälen, fein hacken und mit dem Rest vermengen. Mit Salz, Pfeffer und Muskat abschmecken.  In einer Pfanne das Öl heiß werden lassen, je 1 EL der Masse in die Pfanne geben und flach drücken. Ca. 3-5 Minuten goldgelb anbraten, wenden und weitere 3-5 Minuten braten. Herausnehmen und auf einem Teller anrichten.

Parallel kannst Du das Apfelmus noch zubereiten. Entkerne und schneide die Äpfel. Wir würden die Äpfel ungeschält verarbeiten. Damit vermeidest Du nicht nur Abfälle, sondern dein Mus wird auch gesünder. Unter der Schale stecken die meisten Vitamine und Mineralstoffe. Gib die Äpfel zusammen mit dem Wasser und einem Schuss Zitrone in einen Topf. Bringe nun alles zum Kochen und lasse die Äpfel dann bei niedriger bis mittlerer Hitze 20 Minuten lang köcheln. Nun kannst du etwas Zimt und Vanille hinzugeben und die Äpfel grob stampfen, dann hast du selbstgemachtes Apfelkompott. Oder du pürierst sie zu einem Mus. Wenn du es etwas cremiger magst, kannst du vorher etwas von dem Wasser abschütten.

TIPP: Dazu schmeckt bestens frischer Posteleien Salat und ein selbstgemachter Kräuterquark.