SPITZPAPRIKA – aus der Familie der Nachtschattengewächse 

Bunt ist die Artenvielfalt der Paprika, ihre Früchte unterscheiden sich in Größe, Form, Farbe und Schärfe. Spitzpaprika kennen wir vor allem durch Gerichte aus Osteuropa, dem Mittelmeerraum und dem Nahen Osten. Ursprünglich stammt sie aus Mittel- und Südamerika und diente in Mexico wohl bereits 7000 v. Chr. als Nutzpflanze. Der erste Nachweis von Paprikapflanzen in Deutschland stammt aus dem Jahr 1542. 

Umgangssprachlich wird die Frucht der Paprika als Schote bezeichnet, botanisch ist sie eine Beere. Die Farbe ist dabei Botschafter für den Reifegrad in dem die Frucht geerntet wurde. Grüne, violette oder schwarze Früchte sind Zeichen für eine unreife Ernte. Reif geerntete Früchte können rot, orange, gelb, braun oder auch weiß sein. In den letzten Jahren wurde die Spitzpaprika im heimischen Gemüseregal immer präsenter, regional gewachsene Früchte gibt es von Juli bis Oktober. 

Spitzpaprika liefert viele Vitamine. Je reifer die Früchte sind, desto wertvoller sind ihre Inhaltsstoffe. Besonders erwähnenswert ist ihr Gehalt an Vitamin C, das gut für Abwehrkräfte und den Zellschutz ist. Der Geschmack von Spitzpaprika ist im Vergleich zur üblichen Gemüsepaprika süßlich-pfeffrig. Für die Schärfe ist ein Schärfeempfinden auslösender Stoff Capsaicin verantwortlich, der in den Früchten auf natürliche Weise in unterschiedlicher Konzentration vorkommt. Spitzpaprika lässt sich in der Küche vielfältig verarbeiten. Sie kann sowohl roh im Salat, als auch gebraten, gegrillt oder gefüllt gegessen werden.

TIPP: Die Haut von gerösteter Paprika lässt sich einfacher schälen, wenn die Früchte nach dem Rösten für 15 Minuten in einer mit Frischhaltefolie bedeckten Schüssel ruhen.

Rezeptvorschlag: Veganes Gulasch Mit SpitzPaprika

ZUTATEN:

  • 450 g Spitzpaprika in Streifen geschnitten
  • Champignons
  • 1-2 Zwiebeln
  • 300g Sojageschnetzeltes (trocken & groß)
  • 6 Gewürzgurken
  • Paprikagewürz
  • 4-6 EL Tomatenmark
  • 200g Gestückelte Tomaten
  • 3EL (dunkle) Sojasoße
  • Salz & Pfeffer
  • Chili (getrocknet oder frisch)
  • 1 l Gemüsebrühe
  • Öl oder Margarine zum anbraten

ZUBEREITUNG:

  1. Sojageschnetzelten in kochende Gemüsebrühe etwa 10-12 Minuten garen lassen 
  2. Paprika, Zwiebeln und Pilze klein schneiden 
  3. Sojawürfel abgießen und Brühe auffangen
  4. Mit etwas Fett die Sojawürfel scharf anbraten, Zwiebeln, Paprika und Pilze hinzugeben und anbraten
  5. Tomatenmark hinein rühren und mit restlicher Brühe und etwas gewürzgurkenwasser ablöschen und alles ca. 30 minuten durchgaren
  6. Zum Schluss Gewürzgurken klein schneiden und dazugeben 

Tipp: Dazu sind Kartoffelklöße oder Kartoffeln sehr lecker! Kann aber auch mit Reis oder Nudeln gegessen werden.