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DER SPINAT– aus der Familie der Fuchsschwanzgewächse

Ursprünglich wurde eine Kreuzung von den wilden Spinatarten wohl in Persien kultiviert, gelangte unter dem Namen „Isbahnäh“ in das mittelalterliche Spanien, in dem sich der Name zu „Espinaca“ weiterentwickelte & in Mitteleuropa ausbreitete. Neben pharmazeutischer Nutzung von Samen & Pflanze, löste er kulinarisch die damals beliebte & mit ihm verwandte Gartenmelde ab. 

Medial verhalf Seemann Popeye dem Spinat zu einer Superkräfte beflügelnden Wirkung – auch wenn das nicht ganz der Wahrheit entspricht – ist er doch vollgepackt mit Vitaminen & Mineralien (Kalium, Magnesium, Zink). Fehlzusprachen gibt es allerdings nach wie vor beim überbewerteten Eisengehalts des Gemüses, dem wohl ein Übertragungsfehler von wissenschaftlichen Erkenntnissen zu Grunde liegt. Dennoch ist frischer Spinat mi einem Zehntel des ursprünglich angenommenen Gehalts (3-amg/100g) ein wertvoller Eisenlieferant.

Rund 50 Kultursorten existieren, alte Spitzblättrige sind leider nur noch wenig bekannt. Die meist verbreitete Kulturform ist hierzulande der „echte Spinat“, botanisch „Spinacia Oleracea“. Spinat begleitet uns in seiner Vielfalt durch Gemüsejahr. Zartblättrige Frühlings- und Sommersorten (März-Mai) und kräftigere Herbst- und Wintersorten (September- November). 

In der Küche eignen sich zarte Blätter besonders gut für frische Salate (erst spät mit Dressing mischen, da Blätter schnell schaff und dunkel werden). Blanchiert oder gedämpft sind die frischen Blätter in kürzester Zeit gar und nahezu grenzenlos kombinierbar. 

Häufig sorgt die Oxalsäure im Spinat für ein pelziges Gefühl auf den Zähnen, dem kann man durch die Zugabe von Milchprodukten oder einem Spritzer Zitronensaft entgegenwirken. 

Tipp: Im feuchten Küchentuch hält sich Spinat für ein paar Tage im Kühlschrank. Zum Wachsen gibt man den Spinat am Besten in eine große Schüssel mit viel kaltem Wasser, zieht die Wurzeln sanft durch & lässt die Blätter ruhen, bis sich der Sand am Boden abgesetzt hat. 

Rezeptvorschlag: Cremige Linguine mit Blattspinat Zitrone

ZUTATEN:

  • 300g Linguine
  • 300g Spinat
  • 2 Knoblauchzehen
  • 100g Ziegenfrischkäse /Ricotta
  • Saft & Schale von 1 Zitrone
  • Olivenöl
  • 1 Prise Muskat
  • Salz & Pfeffer
  • Eine kleine Hand Walnüsse

ZUBEREITUNG
(Für zwei Personen; Zubereitungszeit ca. 20 Minuten)

  1. Walnüsse grob hacken und rösten. 
  2. Spinat waschen und Blätter von kräftigen Stielen trennen. Stiele kleinschneiden, Blätter grob zupfen. 
  3. Knoblauch klein schneiden. 
  4. Linguine 5 Minuten in Salzwasser kochen. 
  5. In der Zwischenzeit Knoblauch und kleingeschnittene Spinatstiele in Olivenöl in einer tiefen Pfanne anbraten, darauf achten, dass Knoblauch nicht braun wird. 
  6. In einer extra Schale Frischkäse oder Ricotta mit der abgeriebenen Zitronenschale, dem Saft, Muskat und frisch gemahlenen Pfeffer und etwas Olivenöl verrühren. Sollte die Masse zu fest sein, ein wenig Pasta-Wasser hinzugeben, sodass sich eine Stärkecreme um die Pasta bildet. 
  7. Kurz bevor die Linguine al dente sind Spinatblätter unterheben, Hitze reduzieren und Frischkäse/Ricotta-Zubereitung einrühren. 
  8. Mit gerösteten Walnusskernen bestreut servieren. 

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