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Schwarzwurzel – aus der Familie der Korbblütler

Bis zum 16. Jahrhundert kannte man die Schwarzwurzel nur in Spanien, wo sie als wild wachsende, wirksame Heilpflanze zum Beispiel gegen Schlangenbisse bekannt war. Erst seit dem 17. Jahrhundert wurden Schwarzwurzeln auch als Gemüse angebaut. Heute kommen sie vor allem aus Belgien, Frankreich und den Niederlanden.

Schwarzwurzeln werden gern als „Spargel des kleinen Mannes“ bezeichnet. Und tatsächlich ähnelt das von September bis März erhältliche Gemüse in Geschmack und Aussehen dem Spargel. Trotz ihres Zweitnamens „Winterspargel“ erinnert die Schwarzwurzel geschmacklich nur entfernt an Spargel: Ihr Aroma ist intensiver, ziemlich würzig und leicht nussartig; die Konsistenz ähnelt am ehesten der von Möhren oder Pastinaken.

Kaum jemand weiß, dass die Schwarzwurzel nach der Erbse und der Bohne die meisten Nährstoffe von allen Gemüsearten enthält. Besonders reichlich vertreten sind Kalzium und Phosphor. Am bemerkenswertesten ist aber der Gehalt an Inulin in Schwarzwurzeln. Dieser lösliche Ballaststoff gilt als reinster Balsam für Fettstoffwechsel und Darmflora. Frische und unversehrte Schwarzwurzeln halten sich im Gemüsefach des Kühlschranks 1-2 Wochen, wenn man sie locker in Frischhaltefolie oder ein angefeuchtetes Küchentuch wickelt.

Bevor Du Schwarzwurzeln wie Spargel oder Möhren mit einem Sparschäler schälst, ist gründliches Säubern angesagt: Dazu einfach das Gemüse mit einer Bürste unter fließendem Wasser schrubben, bis alle Erdreste entfernt sind. Nach dem Schälen die ganzen oder in Stücke geschnittenen Schwarzwurzeln sofort in eine Schüssel mit Wasser und Essig oder Zitronensaft legen, damit sie sich nicht dunkel verfärben! Der beim Schneiden austretende Milchsaft ist zwar ein gutes Zeichen für optimale Frische, verfärbt aber auch die Hände. Am besten zieht man sich darum zum Schälen und Putzen der Schwarzwurzeln Gummihandschuhe an.

*Wenn die Zutaten gerade Saison haben, findest Du diese in unserem Shop

Gebratene Schwarzwurzel auf selleriepüree an posteleinsalat

Von Himmel un Ääd:

600 g Schwarzwurzel
800 g Knollensellerie
200 g Postelein
1 Zwiebel

Weitere Zutaten:

1 Zitrone
Etwas Öl
Etwas Essig
Etwas Honig
2 EL Butter
200 ml Sahne

Zubereitung:

Zu Beginn die Zitronenschale fein abziehen und anschließend die Zitrone auspressen. Eine Schüssel mit reichlich Wasser und 2 EL Zitronensaft bereitstellen. Die Schwarzwurzeln unter fließendem Wasser schälen und sofort ins Zitronenwasser geben. In ca. 10 cm lange Stücke schneiden. Anschließend die dicken Schwarzwurzeln längs halbieren oder vierteln. Danach die Wurzeln im Zitronenwasser aufkochen und salzen. Das Gemüse sollte nun knapp 10-15 Minuten weich gekocht werden, etwas Biss ist aber gewünscht. Anschließend die Schwarzwurzeln abgießen und abtropfen lassen. Zuletzt die Zitronenschale in etwas Öl in einer Pfanne erwärmen. Die Wurzeln dazugeben und ca. 5 Minuten bei mittlerer Hitze braten. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

 

Für das Selleriepüree den Sellerie zunächst schälen, waschen und in kleine Würfel schneiden. Die Selleriewürfel mit der Sahne in einen Topf geben, erhitzen und 15-18 Minuten bei geringer Hitze köcheln lassen. Gelegentlich umrühren. Butter kurz vor Ende der Garzeit dazu geben und einrühren. Pflanzliche Alternativen zu Butter und Sahne lassen sich auch wunderbar verwenden! Nun die Hitze abstellen und den Sellerie mit einem Kartoffelstampfer zu einem Püree zerdrücken. Mit Salz, Pfeffer und frisch geriebener Muskatnuss abschmecken.

Für das Dressing des Posteleinsalats etwas Essig mit Salz verrühren. Anschließend etwas Honig hinzufügen, und unter Zugabe von Olivenöl emulgieren lassen. Zu guter Letzt etwas Püree auf einen Teller geben und ein paar Stangen Schwarzwurzel hinübergeben. Mit dem Posteleinsalat samt Dressing den Teller anrichten.