Schwarzer Rettich – aus der Familie der Kreuzblütengewächse

Das runde oder längliche Wurzelgemüse mit seiner dunkelbraunen bis schwarzen Schale ist auch als Winterrettich bekannt. Unter der Schale liegt weißes und festes Fruchtfleisch, das meist schärfer als das des länglichen, weißen Sommerrettichs ist. Ursprünglich kommt der Schwarze Rettich wohl aus dem östlichen Mittelmeerraum und war bereits den alten Ägyptern als Kulturpflanze bekannt. Im 13. Jahrhundert kam er nach Europa. Durch ihre gute Lagerfähigkeit war die Speicherwurzel bis Anfang des 20. Jahrhunderts sehr beliebt. Nachdem sie daraufhin immer mehr in Vergessenheit geriet, erfreut sie sich seit einiger Zeit wieder größerer Beliebtheit. Winterrettich verkraftet Temperaturen bis zu -10 Grad, so findet man ihn aus regionalem Anbau von November bis Februar.

Die schwarze Schale sollte vor der Weiterverarbeitung abgeschabt oder geschält werden. Das scharf-würzige Fruchtfleisch lässt sich sowohl als Rohkost, im Salat oder in gedünsteter Form genießen. Säure und Salz können helfen die Schärfe zu mildern. Winterrettich ist ein wertvoller Lieferant für Vitamin C, regt mit seinem Reichtum an Senfölen den Stoffwechsel an und wirkt zudem entwässernd. Der Saft des Winterrettichs steckt voller ätherischer Öle und hilft dabei, Husten zu lösen.

TIPP: Einlagern lässt sich das Wurzelgemüse am besten in Sand im kühlen Keller. In ein leicht befeuchtetes Tuch gewickelt, hält sich der Winterrettich im Gemüsefach des Kühlschranks einige Tage frisch.

*Wenn der Rettich gerade Saison hat, findest Du diesen in unserem Shop oder als Teil der Gemüse Gerda.

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Lauwarmer Kartoffelsalat mit schwarzem Rettich

Zutaten von Himmel un Ääd:

500 g Kartoffeln
100 g Schwarzer Rettich1
1 Gurke
1 Zwiebel
2 Eier
1 Apfel
1 Knoblauchzehe
2 EL Senf
100 ml Gemüsebrühe
Etwas Essig und Öl
1 TL Rübenzucker

Gewürze:

Salz
Pfeffer

Zubereitung:

Zu Beginn die Kartoffeln ungeschält (nach Bedarf etwas sauber schrubben) in gesalzenem Wasser bissfest kochen, abgießen und auskühlen lassen. Nach dem Abkühlen in ca. 1,5 cm dicke Scheiben schneiden.

Währenddessen die Eier in kochendes Wasser geben und circa 9 Minuten hart kochen. Anschließend kalt abschrecken und pellen. Den schwarzen Rettich abwaschen und fein hobeln, optional in dünne Scheiben schneiden. Die Gurke waschen, halbieren und in Scheiben schneiden.

Für das Dressing die Zwiebel und Knoblauch fein würfeln und zusammen mit dem Senf, dem Essig, der Gemüsebrühe und dem Rübenzucker in einem Topf aufkochen und bei niedriger Hitze fünf Minuten köcheln lassen. Anschließend mit dem Öl vermischen.

Zum Schluss die Kartoffelscheiben, die Gurke und Rettich zusammen mit dem Dressing vermengen. Etwas Salat auf einen Teller geben und mit einem geteilten Ei servieren.

Rettich- und Rote-Bete-Carpaccio

Gemüse von Himmel un Ääd:

300 g Rettich
300 g Rote Bete
100 g Postelein
1 Zwiebel

Weitere Zutaten:

50 g Walnüsse
4 EL Kräuteressig
2 TL Senf
3 TL Zucker oder Zuckerrübensirup
6 EL Sonnenblumenöl

Gewürze:

Salz
Pfeffer

Zubereitung:

Zu Beginn die Zwiebel schälen und fein würfeln. Für die Vinaigrette Essig, eine Prise Salz und Zucker, Pfeffer und Senf verquirlen. Öl tröpfchenweise darunter schlagen und das Dressing mixen, bis es emulgiert. Anschließend die Zwiebel unterrühren.

Nun den schwarzen Rettich sowie die Rote Bete schälen und in sehr dünne Scheiben schneiden. Nach Möglichkeit sogar hobeln. Den Postelein waschen und gut abtropfen lassen.

Die Walnüsse aus ihrer Schale befreien und in feine Stücke hacken. Im Anschluss in einer fettfreien Pfanne rösten. Wenn die Nüsse schön braun sind, die Temperatur der Pfanne senken und etwa 3 Esslöffel Zucker hinzugeben. Die Nüsse so lange in der Pfanne bewegen, bis sich der geschmolzene Zucker um die Nüsse gelegt hat. Danach auf ein Backpapier geben und auskühlen lassen.

Zum Schluss den Rettich und die Bete auf einem Teller abwechselnd anrichten. Den Postelein hinübergeben und alles zusammen mit der Vinaigrette beträufeln. Zuletzt die karamellisierten Walnüsse hinzugeben.

Rettich-Kartoffel-Suppe

Gemüse von Himmel un Ääd:

200 g Rettich
100 g Steckrübe
200 g Kartoffeln
1 Zwiebel

Gewürze:

Salz
Pfeffer
250 ml Gemüsebrühe
Öl
Optional: Sonnenblumenkerne

– für 2 Personen –

Zubereitung:

Den Backofen auf 180 Grad vorheizen. Die Kartoffeln, die Steckrübe und den Rettich schälen und in Stücke schneiden, damit diese schneller weichgekocht sind. Alles auf ein Blech mit Backpapier und für ca. 15 Minuten mit etwas Salz in den Ofen schieben. Parallel die Zwiebeln in kleine Stücke schneiden und mit etwas Öl in einem großen Topf anbraten, bis diese goldbraun werden. Dann das Gemüse aus dem Ofen in den Topf dazugeben, kurz anbraten und die Gemüsebrühe dazugeben. Noch 5-10 Minuten kochen lassen, so dass alles wirklich durch ist.

Abschließend pürieren, abschmecken und ggf. nachwürzen. Optional kannst Du noch Sonnenblumenkerne in einer Pfanne ohne Öl rösten, bis diese leicht braun sind. Diese kannst Du dann als Abschluss über der Suppe auf dem Teller verteilen.

Durch die Senföle im Rettich ist die Suppe ganz leicht pikant. Diese sollen übrigens für die Verdauung eine heilsame Wirkung haben.