Jede Woche ein neues Rezept  

In unsere Kisten kommt jede Woche ein neues Rezept. Das Rezept ist immer an den Kisteninhalt angepasst und mit näheren Informationen über ein Gemüse versehen.
Da wir unsere Rezepte immer weiter verbessern möchten, kannst Du uns hier gerne Feedback dazu geben.

Butternutkürbis– aus der Familie der Kürbisgewächse

Wegen seiner Form oft auch als Birnenkürbis bezeichnet, ist er gemeinsam mit Muskat- und Schlangenkürbis Teil der kultivierten Unterart der Moschuskürbisse. In der Größe kann Butternut variieren, seine Haut ist glatt oder genoppt. Das Fleisch kann sortenspezifisch von hellgelb über grünweißlich bis hin zu stark orange sein, ist dabei immer faserarm und besonders zart. Das Aroma ist leicht süß und namensgebend buttrig. Der Butternut ist ursprünglich in Lateinamerika beheimatet, feuchtwarmes Klima liebt er. Mittlerweile wird Butternut auch in Deutschland angebaut und hat im September und Oktober Hochsaison. Da er sich bis zu sechs Monate einlagern lässt, zählt er zu den Winterkürbissen.  

 

Butternut hat nur wenig Kerne und liefert unter seiner dünnen Schale besonders viel Fruchtfleisch. Die Schale ist grundsätzlich essbar, braucht beim Kochen aber besonders lange weich zu werden. Sie lässt sich als eigenständiges Gemüse in der Pfanne weiterverarbeiten. Butternut ist roh im Salat süßlich-erfrischend und erinnert in der Konsistenz fast an Melone. Warm ist er eine gute Grundlage für Pürees und Suppen, aber auch karamellisiert im Ofen ein Genuss. Sein Püree eignet sich besonders gut für Süßspeisen. Ein guter Hinweis für den Reifegrad ist die Klopfprobe, klingt er hohl, hat er die richtige Reife. Da Butternut einen besonders hohen Gehalt an Beta-Carotin hat, ist er eine Wohltat für Haut, Haare und Augen. 

 

Tipp: zum Aufbewahren eines angeschnittenen Butternuts, kann man den Kürbis ohne Folie in den Kühlschrank legen, nach kurzer Zeit bildet er eine eigenständige Schutzschicht.

 

Rezeptvorschlag: Butternutkürbis im Ofen mit EichblattSalat

  • Für den Kürbis:
  • 2-3 Knoblauchzehen
  • 1 Butternutkürbis
  • 4 El Olivenöl
  • Salz und Pfeffer
  • Rosmarin firsch oder gemahlen
  • OPTIONAL: Feta / Weichkäse
  • Für den Salat:
  • Eichblattsalat
  • Unsere Empfehlung für das Dressing: Ein Honig-Senf-Balsamico Dressing

 

 

Die Kürbisenden abschneiden, den Kürbis längs halbieren und die Kerne entfernen. Das Kürbisfleisch gitterförmig einschneiden.
 
Zwei der Knoblauchzehen in Scheiben schneiden und die Scheiben im ausgehöhlten Teil auslegen. Öl, Rosmarin, Salz und Pfeffer mischen und die dritte Knoblauchzehe hacken und hinzufügen. 
Die Kürbishälften mit dem Öl bestreichen und bei 200 °C (Ober-/Unterhitze) 40 - 50 Minuten auf der mittleren Schiene backen. 

OPTIONAL: Können nach 20 Minuten noch Feta / Weichkäse hinzugefügt werden. 

 

TIPP: Das Öl, das sich im ausgehölten Teil sammelt, alle 20 Minuten neu auf dem Kürbis verstreichen. 

Knollensellerie – aus der Familie der Doldenblütler

 

Viele Mythen existieren rund um die weiße Sprossrübe, bei der es sich um ein halb unterirdisch wachsendes Speicherorgan handelt. So waren Wildformen der Selleriepflanze bei Griechen und Römern dem Gott der Unterwelt geweiht und dienten bereits im alten Ägypten als Heilpflanze und Grabbeigabe. Ab dem frühen Mittelalter wurde Sellerie auch in Europa als Arzneipflanze immer gebräuchlicher. Bis ins 18. Jahrhundert fand der Anbau hauptsächlich in Hof- und Klostergärten statt. Generell handelt es sich bei Sellerie (Apium) um eine 30 Arten zählende Pflanzengattung. Am bekanntesten ist uns der „Echte Sellerie“, dessen Varietäten wie Knollen-, Stauden- und Schnittsellerie den Weg in unsere Küchen finden.

 

Durch gärtnerische Auslese und Züchtung wurde der Knollensellerie immer faserarmer, weißer und fleischiger. Heutzutage ist er als Import- und Lagergemüse nahezu das ganze Gemüsejahr verfügbar. Aus deutschem Freilandanbau findet man ihn mit frischem Grün vor allem im Spätsommer und Herbst. Botanisch ist er mit Pastinake und Wurzelpetersilie verwandt, geschmacklich jedoch weniger süß. Seine mineralisch-erdige Note verdankt er dem hohen Anteil an ätherischen Ölen. Zudem ist er ein guter Lieferant für Calcium, Eisen und B-Vitamine. In der Küche ist Knollensellerie einer der Basisbildner im Soffritto, Mirepoix und Suppengrün.   

 

Tipp: beim Kochen hilft ein Spritzer Zitronensaft gegen das Grauwerden des Knollenselleries. 

Rezeptvorschlag: Sellerie schnitzel mit Kartoffeln und Zucchini Sahne Sauce 

Sellerie Schnitzel:

  • 1 Knolle Sellerie
  • 2 Eier 

oder VEGANE OPTION: 5 EL Kicherbsen-/ Sojamehl & 1/2 TL Kalak Namak (Schwarzes Salz)

  • 150ml Wasser
  • 1 TL Salz
  •  ½ TL Pfeffer
  • 2 Prisen Muskat

Zusätzlich:

  • Mehl
  • Paniermehl
  •  Öl

Zucchini-Sahnesauce:

  • Ca. 250g Zucchini
  • 1-2 Zwiebeln
  • Etwas Knoblauch
  • Sahne oder Sojacusine

Kartoffeln:

Als ersten Schritt die Kartoffeln aufsetzen.

Sellerie Schnitzel:

 Einen Topf mit Salzwasser zum Kochen bringen.
 Die Knolle schälen und in ca 0,5-1cm dicke Scheiben schneiden, die größeren davon noch halbieren. Die Selleriescheiben ca 5 Minuten im Salzwasser kochen.

Die Eier ODER das Kichererbsenmehl, Kalak Namak , Salz, Pfeffer und Muskat in einer Schüssel mit dem Wasser verrühren. Die Selleriescheiben etwas abkühlen lassen und in Mehl wenden, dann in die Kichererbsenmehl-Mischung tunken und anschließend in Paniermehl wenden. Die Schnitzel in einer Pfanne goldbraun braten.

Zucchini-Sahnesauce:

Die Zwiebeln und Zucchini klein schneiden und den Knoblauch hacken. Dann Etwas Öl in eine Pfanne geben und erst die zwiebeln mit dem Knoblauch etwas anbraten und Salz und Pfeffer dazu geben. Wenn die zwiebeln leicht golden sind, Zucchini dazu geben und nochmal beliebig nachwürzen. Dann Sahne oder einer Sahne Alternative dazugeben und 5 Minuten bei niedriger Temperatur köcheln lassen, optional, am Ende noch frischgehackte Petersilie hinzufügen.

 

Spitzpaprika– aus der Familie der Nachtschattengewächse 


Bunt ist die Artenvielfalt der Paprika, ihre Früchte unterscheiden sich in Größe, Form, Farbe und Schärfe. Spitzpaprika kennen wir vor allem durch Gerichte aus Osteuropa, dem Mittelmeerraum und dem Nahen Osten. Ursprünglich stammt sie aus Mittel- und Südamerika und diente in Mexico wohl bereits 7000 v. Chr. als Nutzpflanze. Der erste Nachweis von Paprikapflanzen in Deutschland stammt aus dem Jahr 1542. 

 

Umgangssprachlich wird die Frucht der Paprika als Schote bezeichnet, botanisch ist sie eine Beere. Die Farbe ist dabei Botschafter für den Reifegrad in dem die Frucht geerntet wurde. Grüne, violette oder schwarze Früchte sind Zeichen für eine unreife Ernte. Reif geerntete Früchte können rot, orange, gelb, braun oder auch weiß sein. In den letzten Jahren wurde die Spitzpaprika im heimischen Gemüseregal immer präsenter, regional gewachsene Früchte gibt es von Juli bis Oktober. 

 

Spitzpaprika liefert viele Vitamine. Je reifer die Früchte sind, desto wertvoller sind ihre Inhaltsstoffe. Besonders erwähnenswert ist ihr Gehalt an Vitamin C, das gut für Abwehrkräfte und den Zellschutz ist. Der Geschmack von Spitzpaprika ist im Vergleich zur üblichen Gemüsepaprika süßlich-pfeffrig. Für die Schärfe ist ein Schärfeempfinden auslösender Stoff Capsaicin verantwortlich, der in den Früchten auf natürliche Weise in unterschiedlicher Konzentration vorkommt. Spitzpaprika lässt sich in der Küche vielfältig verarbeiten. Sie kann sowohl roh im Salat, als auch gebraten, gegrillt oder gefüllt gegessen werden. 

 

TIPP: die Haut von gerösteter Paprika lässt sich einfacher schälen, wenn die Früchte nach dem Rösten für 15 Minuten in einer mit Frischhaltefolie bedeckten Schüssel ruhen. 

 

Rezeptvorschlag: Veganes Gulasch Mit SpitzPaprika

  • 450 g Spitzpaprika in Streifen geschnitten
  • Champignons
  • 1-2 Zwiebeln
  • 300g Sojageschnetzeltes (trocken & groß)
  • 6 Gewürzgurken
  • Paprikagewürz
  • 4-6 EL Tomatenmark
  • 200g Gestückelte Tomaten
  • 3EL (dunkle) Sojasoße
  • Salz & Pfeffer
  • Chili (getrocknet oder frisch)
  • 1 l Gemüsebrühe
  • Öl oder Margarine zum anbraten

 
 

  1. Sojageschnetzelten in kochende Gemüsebrühe etwa 10-12 Minuten garen lassen 
  2. Paprika, Zwiebeln und Pilze klein schneiden 
  3. Sojawürfel abgießen und Brühe auffangen
  4. Mit etwas Fett die Sojawürfel scharf anbraten, Zwiebeln, Paprika und Pilze hinzugeben und anbraten
  5. Tomatenmark hinein rühren und mit restlicher Brühe und etwas gewürzgurkenwasser ablöschen und alles ca. 30 minuten durchgaren
  6. Zum Schluss Gewürzgurken klein schneiden und dazugeben 

 

Tipp: Dazu sind Kartoffelklöße oder Kartoffeln sehr lecker! Kann aber auch mit Reis oder Nudeln gegessen werden.

 

 

Schwarzkohl – aus der Familie der Kreuzblütengewächse 

 

Ein Vorfahre von Grün- und Rosenkohl, der wohl bereits von den Römern angebaut und verzehrt wurde. Bis ins 19. Jahrhundert war er auch in unseren heimischen Gärten omnipräsent, geriet dann aber mehr in Vergessenheit. Seit kurzer Zeit erfährt er als heimisches Superfood wieder mehr Beliebtheit. Hauptanbauregionen sind nach wie vor Mittel- und Norditalien, weshalb Schwarzkohl auch als Italienischer Kohl oder Cavolo Nero bezeichnet wird. Auch als Palmkohl ist er immer wieder zu finden, da die Pflanze mit ihren weit vom Stil ragenden, länglichen Blättern optisch an Palmen erinnert. Ihr holziger Trieb kann sogar so stabil und lang wachsen, dass er vor noch nicht allzu langer Zeit als Rohstoff für Spazierstöcke diente. 

 

Schwarzkohl ist ein perfekter Nährstofflieferant, besonders reich an Vitamin C und B, Beta Carotin und Calcium. Ab April kann er bereits im Beet ausgesät werden. Da Schwarzkohl im Gegensatz zu Grünkohl die Wärme liebt und keine erste Frosteinwirkung für seine Aromaentwicklung braucht, beginnt seine Hauptsaison bereits im Spätsommer. Sein Geschmack ist milder als der von Grünkohl, die Konsistenz erinnert an Wirsing. Schwarzkohl schmeckt sowohl roh im Salat, als auch gekocht in Eintöpfen, zu Pasta oder als Grundlage für Gemüsewickel. 

 

TIPP: Grob zerkleinert und mit Olivenöl bestrichen werden die trockenen Schwarzkohlblätter im Ofen zu besonders feinen Gemüsechips. 

Rezeptvorschlag: Palm-/ Schwarzkohl mit Kartoffelecken

  • 1 kg Kartoffeln – in Ecken geschnitten (festkochend)
  • Olivenöl 
  • Frischer Salbei - klein geschnitten
  • Salz
  • Pfeffer
  • 4 Knoblauchzehen
  •  3 Schalotten
  • 1 Bund Schwarz-/Palmkohl - die Stängel abgeschnitten und in Streifen geschnitten
  • Chiliflocken (optional)
  • Geriebener Parmesankäse zum Garnieren (optional)

 

  1. Den Ofen auf 190°C vorheizen und ein Backblech mit Backpapier auslegen.
  2. Die Kartoffelecken mit 3 EL Olivenöl beträufeln, so dass das Öl gut verteilt ist. Dann die Salbeiblätter darüber verteilen und mit den Kartoffelecken vermischen. Nun mit Salz und Pfeffer würzen und zusammen mit dem zerkleinerten Knoblauch auf das vorbereitete Backblech legen und im Ofen rösten bis sie goldbraun sind (ca. 60 Minuten), nach der Hälfte der Zeit die Kartoffelecken einmal wenden. Am Schluss den Herd auf 200°C stellen und die Kartoffeln knusprig backen (nochmal 15 Minuten). Dann aus dem Ofen nehmen und nochmal mit etwas Salz nachwürzen.
  3. Während die Kartoffeln im Ofen sind, die Schalotten dünn schneiden und in einer großen Pfanne mit 1,5 EL Olivenöl auf mittlerer Stufe anbraten bis sie braun und karamellisiert sind (ca. 15 Minuten).
  4. Dann Palm-/Schwarzkohl zu den Schalotten in die Pfanne geben und unter Umrühren anbraten bis der Kohl welk wird (ca. 8-10 Minuten).
  5. Danach den Kohl mit den Kartoffelecken in eine Servierschüssel geben und vorsichtig vermischen. Nun noch mit den Chiliflocken würzen und optional mit den Parmesankäse darüber geben. Zum Schluss nochmal mit Salz abschmecken und sofort servieren.

Der Spinat – aus der Familie der Fuchsschwanzgewächse

Ursprünglich wurde eine Kreuzung von den wilden Spinatarten wohl in Persien kultiviert, gelangte unter dem Namen „Isbahnäh“ in das mittelalterliche Spanien, in dem sich der Name zu „Espinaca“ weiterentwickelte & in Mitteleuropa ausbreitete. Neben pharmazeutischer Nutzung von Samen & Pflanze, löste er kulinarisch die damals beliebte & mit ihm verwandte Gartenmelde ab. 

Medial verhalf Seemann Popeye dem Spinat zu einer Superkräfte beflügelnden Wirkung – auch wenn das nicht ganz der Wahrheit entspricht – ist er doch vollgepackt mit Vitaminen & Mineralien (Kalium, Magnesium, Zink). Fehlzusprachen gibt es allerdings nach wie vor beim überbewerteten Eisengehalts des Gemüses, dem wohl ein Übertragungsfehler von wissenschaftlichen Erkenntnissen zu Grunde liegt. Dennoch ist frischer Spinat mi einem Zehntel des ursprünglich angenommenen Gehalts (3-amg/100g) ein wertvoller Eisenlieferant.

Rund 50 Kultursorten existieren, alte Spitzblättrige sind leider nur noch wenig bekannt. Die meist verbreitete Kulturform ist hierzulande der „echte Spinat“, botanisch „Spinacia Oleracea“. Spinat begleitet uns in seiner Vielfalt durch Gemüsejahr. Zartblättrige Frühlings- und Sommersorten (März-Mai) und kräftigere Herbst- und Wintersorten (September- November). 

In der Küche eignen sich zarte Blätter besonders gut für frische Salate (erst spät mit Dressing mischen, da Blätter schnell schaff und dunkel werden). Blanchiert oder gedämpft sind die frischen Blätter in kürzester Zeit gar und nahezu grenzenlos kombinierbar. 

Häufig sorgt die Oxalsäure im Spinat für ein pelziges Gefühl auf den Zähnen, dem kann man durch die Zugabe von Milchprodukten oder einem Spritzer Zitronensaft entgegenwirken. 

Tipp: Im feuchten Küchentuch hält sich Spinat für ein paar Tage im Kühlschrank. Zum Wachsen gibt man den Spinat am Besten in eine große Schüssel mit viel kaltem Wasser, zieht die Wurzeln sanft durch & lässt die Blätter ruhen, bis sich der Sand am Boden abgesetzt hat. 

Rezeptvorschlag: Cremige Linguine mit Blattspinat & Zitrone

Zutaten:

300g Linguine

300g Spinat

2 Knoblauchzehen

100g Ziegenfrischkäse /Ricotta

Saft & Schale von 1 Zitrone

Olivenöl

1 Prise Muskat

Salz & Pfeffer

Eine kleine Hand Walnüsse

Zubereitung für zwei Personen; Zubereitungszeit ca. 20 Minuten

  1. Walnüsse grob hacken und rösten. 
  2. Spinat waschen und Blätter von kräftigen Stielen trennen. Stiele kleinschneiden, Blätter grob zupfen. 
  3. Knoblauch klein schneiden. 
  4. Linguine 5 Minuten in Salzwasser kochen. 
  5. In der Zwischenzeit Knoblauch und kleingeschnittene Spinatstiele in Olivenöl in einer tiefen Pfanne anbraten, darauf achten, dass Knoblauch nicht braun wird. 
  6. In einer extra Schale Frischkäse oder Ricotta mit der abgeriebenen Zitronenschale, dem Saft, Muskat und frisch gemahlenen Pfeffer und etwas Olivenöl verrühren. Sollte die Masse zu fest sein, ein wenig Pasta-Wasser hinzugeben, sodass sich eine Stärkecreme um die Pasta bildet. 
  7. Kurz bevor die Linguine al dente sind Spinatblätter unterheben, Hitze reduzieren und Frischkäse/Ricotta-Zubereitung einrühren. 
  8. Mit gerösteten Walnusskernen bestreut servieren. 

Hokkaido – aus der Familie der Kürbisgewächse 

 

im August werden die ersten Kürbisse reif, so richtig startet die Saison dann im September und beglückt uns über den Winter mit kräftigen bunten Farben. Weltweit existieren wohl 800 unterschiedliche Kürbissorten, der größere Anteil sind allerdings ungenießbare Zierfrüchte.  Ursprünglich gehören Kürbisse zu den ältesten Nahrungs- und Kulturpflanzen Mittel- und Südamerikas. Als Hokkaido werden mehrere von der japanischen Nordinsel stammende Sorten des Riesenkürbisses genannt. Auf der Insel wurden sie im 19. Jahrhundert aus der von Amerikanern eingeführten und geschmacksarmen Kürbissorte Hubbard gezüchtet. In Japan ist Hokkaido unter dem Namen Uchiki kuri bekannt. Seit den 90er Jahren wird Hokkaido auch in Europa angebaut. Botanisch handelt es sich um ein Fruchtgemüse. Gemüsepflanzen, deren oberirdisch wachsende Früchte aus befruchteten Blüten entstehen und ihre Samen in der Frucht tragen. 

 

Im Gegensatz zu anderen Kürbisarten enthält Hokkaido nur wenig Wasser und hat somit eine besonders hohe Nährstoffdichte. Er wirkt anregend auf Blase und Niere und entwässert auf natürlich Art. Seine kräftige orange Farbe verdankt der Hokkaido dem im hohen Maße enthaltenen Beta-Karotin, das im Körper in Vitamin-A umgewandelt werden kann – gut für Haut, Haare und unsere Sehkraft. Neben dem Fruchtfleisch und der Schale, können auch die Kerne mitgegessen werden. Dazu befreit man die Kerne vom übrigen Fruchtfleisch. Zum Schälen kann man die Kerne mit einem Nudelholz überrollen und für eine halbe Stunde in Wasser kochen. Leere Kernschalen treiben dann nach oben und können abgeseiht werden. Die ungeschälten oder geschälten Kerne trocknet man entweder bei Zimmertemperatur oder gibt sie auf ein Backblech und trocknet sie für etwa 40 Minuten bei 50 Grad im Ofen. Die getrockneten Kerne kann man nach Belieben mit Öl und Gewürzen weiterverarbeiten.  

 

TIPP: zur Qualitätsprobe hilft ein Klopfen auf den Kürbis. Ein hohles Geräusch ist ein gutes Zeichen für den optimalen Reifezustand. Auch ungekocht kann man Hokkaido essen, so ist er geraspelt oder in kleine Stücke geschnitten eine genussvolle Zutat im Salat. 

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Rezeptvorschlag: Ofengemüse

-        Zwiebel

-        Kürbisse (Hokkaido)

-        Kartoffeln

-        Karotten

-        Knoblauchzehen

-        6 EL Olivenöl

-        1 TL Honig

-        Salz und Pfeffer

-        Evtl. Rosmarin & Gewürzmischung 

1.Das Olivenöl mit dem Honig und den Gewürzen verrühren und zur Seite stellen. 

2.Gemüse in ähnlich große Stücke schneiden

3.Alles in eine Auflaufform oder auf ein Backblech geben und mit der Olivenöl-Honig-Gewürzmischung vermischen.

4.Bei 200°C (Ober-/Unterhitze, Umluft: 180°C) in den vorgeheizten Backofen schieben. Ca. 30-40 Minuten im Ofen garen lassen. 

Romanesco– ein weiteres Kohlgewächs aus der Familie der Kreuzblütler

Der wunderhübsche grüne Bruder des Blumenkohls, dessen Name es bereits vermuten lässt: die Ursprünge des Romanescos liegen im Mittelmeerraum, rund um Rom wurde er gezüchtet. Seit dem 16. Jahrhundert wird die natürliche Varietät des Blumenkohls in Europa angebaut. Im Gegensatz zu seinem weißen Bruder hat er keine großen, seinen Kopf vor der Sonne schützende Blätter, vielmehr sorgt erst die Sonnenstrahlung dafür, dass sich das farbgebende Chlorophyll im Gemüse entwickelt. Der Romanesco bildet sich selbstähnelnde Blütensprossanlagen aus – durch seine fraktale Struktur wird er auch als Minarett- oder Türmchenkohl bezeichnet. 

 

In Deutschland wächst Romanesco von Ende Mai bis Oktober, da er ein besonders wärmeliebendes Gemüse ist, sind Hauptanbauländer nach wie vor Italien und Spanien. Sein Geschmack erinnert an eine Mischung aus Blumenkohl und Brokkoli, je länger Romanesco kocht, desto kohliger wird sein Aroma. Im Vergleich zu seinen Verwandten hat er noch mehr Nährstoffe und Vitamine zu bieten. Vor allem Provitamin A, Vitamin C und Karotin. Durch seine zarte Struktur ist er zudem leichter als andere Kohlsorten verdaulich. Ähnlich wie Blumenkohl ist er in der Küche vielfältig einsetzbar. So ist er optisch und aromatisch sowohl roh, als auch gedämpft, gegrillt, gekocht oder eingelegt ein Genuss. 

 

TIPP: als gute Frische-Anzeige dienen die äußeren Hüllblätter. Sind sie grün, knackig und saftig ist der Romanesco frisch und hält sich (mit Blättern!) für etwa 4 Tage im Gemüsefach des Kühlschranks. 

 

Rezeptvorschlag: Romanesco-Salat 

Zutaten: 

(am besten nach Gefühl; im folgenden nur Richtwerte)

 

  • 1 Romanesco
  • Olivenöl
  • Salz & Pfeffer
  • Zitronensaft
  • Essig
  • Agavendicksaft oder Ahornsirup
  • Koriander
  • Pilze
  • 1-2 Tomaten 

Zubereitung:


  1. Romanesco in Röschen zerteilen & waschen
  2. Dann mit etwas Fett in eine Pfanne geben und den Romanesco darin kurz anbraten & würzen
  3. Mit etwas Wasser ablöschen und den Romanesco darin etwa 10 min dünsten
  4. Für den Salat Koriander Blätter abzupfen
  5. Pilze schneiden und nach Bedarf kurz anbraten
  6. Tomaten schneiden und dazugeben
  7. Für das Dressing etwas Zitronensaft, Agavendicksaft oder Ahornsirup, Olivenöl, Essig, Salz und Pfeffer zusammenrühren

 

Die Karotte – aus der Familie der Doldenblütler

Unter vielen Namen ist die vorrangig orange Pfahlwurzel bekannt. So findet man sie unter den Namen Gelbe Rübe, Rüebli, Wurzel, Mohrrübe und Möhre. Nach der Tomate ist sie das beliebteste Gemüse Europas. 

 

Alle Karottenarten stammen ursprünglich von der Wilden Möhre ab. Heute findet man sie nur noch auf Wiesen und an Wegesrändern. Bereits zur Steinzeit wurde sie verzehrt und Blätter und Samen als Arzneimittel eingesetzt. Sowohl die Wurzel der Wilden Möhre als auch die Wurzeln erster kultivierter Sorten im Mittelmeerraum waren weiß. Diverse bunte Möhren haben ihren Ursprung wohl in Afghanistan und kamen erst später im 12. Jahrhundert nach Italien und Spanien. Ab dem 16. Jahrhundert wurden weiße Möhren von gelben Rüben abgelöst. Zu wirklichem Ruhm fand die orangefarbene Rübe wohl durch holländische Pflanzenzüchter, die mit der farblichen Züchtung eine Ehrung an das niederländische Könighaus aussprachen. Heutzutage erfreuen sich wiederentdeckte alte Sorten in Gelb, Violett, Weinrot und Schwarzlila großer Beliebtheit.  

 

Karotten sind besonders reich an sekundären Pflanzenstoffen. Sie haben unter allen Gemüsearten den höchsten Gehalt an Beta-Carotin. Carotine sind Naturfarbstoffe, denen in der Pflanze z. B. Funktionen bei der Photosynthese zukommen. Im menschlichen Körper kann Beta-Carotin in Vitamin A umgewandelt werden. Besonders gut wird Beta-Carotin in Verbindung mit Fett vom Körper aufgenommen, so ist es optimal, das Gemüse mit etwas Öl oder Butter zu verzehren. Mittlerweile haben Karotten quasi das ganze Gemüsejahr Saison. Im Frühjahr, etwa drei Monate nach der Aussaat, findet man die ersten frischen Bundmöhren. Im Juli erreicht die Möhrenernte ihren Höhepunkt, später reifende Möhren werden ohne Laub verkauft und lagerfähige Sorten bis zum nächsten Frühjahr eingelagert. 

 

Tipp: An Stielen und Blättern lässt sich die Frische der Karotten besonders gut erkennen. Zur Lagerung sollten die Blätterbüschel allerdings entfernt werden, da sie der Wurzel ihre Knackigkeit entziehen. 

 

Rezeptvorschlag: Karotten-Buschbohnen-Pfanne

Zutaten: 

(am besten nach Gefühl; im folgenden nur Richtwerte)

 

300g grüne Bohnen

1 Zwiebel

1 Zehe Knoblauch

Handvoll Cherry Tomaten

1 EL Sesam/Sonnenblumen

Etwas Öl

Salz & Pfeffer

Saft ½ Zitrone 

200g geriebene Karotten

Zubereitung:


  1. Bohnen halbieren, Zwiebel und Knoblauch fein hacken.
  2. In einer Pfanne Zwiebeln und Knoblauch mit etwas Öl anbraten bis sie leicht braun werden
  3. Die Bohnen und Tomaten dazugeben und mit Deckel weitere 5 Minuten köcheln lassen
  4. Mit Zitronensaft ablöschen, mit Salz & Pfeffer würzen & mit Sesam/ Sonnenblumenkernen vermengen.
  5. Zusätzlich: Karotten reiben und in einer separaten Pfanne mit etwas Pfeffer, Salz & Agavendicksaft o.ä. leicht karamellisieren und anschließend unterrühren

 

Spitzkohl - aus der Familie der Kreuzblütengewächse 

Einer der zartesten Teilhaber der 44-köpfigen Kohlfamilie, der seinen Namen der kegelförmigen, spitzzulaufenden Kopfform verdankt. Beim Spitzkohl handelt es sich um eine Frühsorte der Kopfkohle, die bereits im April geerntet wird, später im Jahr als Sommerkohl zu finden und auch in Herbst und Winter verfügbar ist. Bis heute ist unklar, ob der Spitzkohl durch Mutation oder bewusste Züchtung entstanden ist. Wildformen des Kohls wurden allgemein bereits vor Jahrtausenden kultiviert, zufällige Erbveränderungen brachten neue Kohlsorten hervor. Beim Spitzkohl sind die Blätter besonders locker um den Strunk gewickelt, er hat feinere Blattrippen und sein Gesamtgewicht ist viel leichter als das runder Weißkohlköpfe. 

 

Eine besondere Sommerspitzkohlsorte ist das sogenannte Filderkraut, benannt nach der fruchtbaren Ebene Fildern bei Stuttgart. Sie birgt durch ihren Lösslehmboden perfekte Wachstumsbedingungen für die besonders groß gewachsene Variante des Spitzkohls, die gerne für die Herstellung von Sauerkraut verwendet wird. Spannend ist, dass der Anbau von Spitzkohl immer mehr abnahm, da durch die Industrialisierung der Sauerkonservenindustrie und die maschinelle Verarbeitung der Anbau von Rundkohlen rentabler wurde. 

 

Geschmacklich ist Spitzkohl feiner und milder als seine runden Geschwister. Über das Jahr entwickelt er sich von besonderer Milde im Frühjahr, zu kräftigerem Geschmack in Herbst und Winter. Um viele der wertvollen Inhaltsstoffe bestmöglich aufzunehmen, sollte man Spitzkohl möglichst frisch verzehren. Die Frische lässt sich am besten an der grünen Farbe und der Knackigkeit der Blätter erkennen. Gelbe Verfärbungen sind ein Anzeichen für Überlagerung. Frisch erhalten lässt er sich am besten in ein feuchtes Küchentuch gewickelt im Kühlschrank. Kulinarisch ist Spitzkohl vielfältig einsetzbar, besonders wohlschmeckend ist er als Salat, aber auch gegart, gegrillt oder als Basis für Wickel und Rouladen ein Genuss. 

TIPP. Kohlblätter eignen sich als Auflage bei Gelenkbeschwerden, Halsschmerzen und Geschwüren. Dafür ein gesäubertes und flach gedrücktes bzw. gewalztes Blatt auf die schmerzenden Stellen auflegen und mit einem Baumwolltuch umwickelt wirken lassen – die Blätter haben eine entzündungshemmende und entgiftende Wirkung. 

Rezeptvorschlag: Spitzkohl-Kartoffel-Pfanne

Zutaten: 

Für 2-3 Portionen

frisch aus der Kiste:
1 Spitzkohl
 2-3 Kartoffeln
 2-3 Schalotten/kleine Zwiebeln
 1 Bund Koriander

Zusätzlich:
1-2 handvoll Kokosraspeln
2 EL Senfsaaten
1 TL Kreuzkümmel
Saft von einer halben Zitrone
3-4 EL Öl
Salz & Pfeffer
Chiliflocken

Zubereitung:

  1. Kartoffeln waschen, halbieren oder vierteln und in Salzwasser für ungefähr 15 Minuten kochen.
  2. Die Kokosraspeln in einer Pfanne ohne Öl rösten und zur Seite stellen.
  3. Den Kohl in dünne Streifen schneiden & die Zwiebeln klein schneiden.
  4. Kohl mit etwas Öl und den Zwiebeln in der Pfanne mit Senfsaaten, Kreuzkümmel, Salz & Pfeffer würzen und für ca. 15 Minuten anbraten.
  5. Dann die Kartoffeln mit einer Gabel grob zerstoßen und zum Kohl dazugeben. 
  6. Zum Schluss Zitronensaft hinzugeben. 
  7. Den Koriander fein hacken und mit den Kokosraspeln und nach Bedarf die Chiliflocken unterheben.

Rote Bete– aus der Familie der Fuchsschwanzgewächse

Eine mit Zuckerrübe und Mangold verwandte Rübe, die rund, platt und länglich wächst. Am häufigsten kommt sie purpurrot vor, es existieren aber auch gelbe, weiße und geringelte Sorten. Ursprünglich stammt Rote Bete wohl aus Nordafrika und kam durch die Römer nach Mitteleuropa. Als klassisches Wintergemüse hat sie sich bewährt. Von April bis Juli ausgesät, ist sie bereits in den Sommermonaten erntereif und mit ihren knackigen Blättern eine Augenweide. Zum letzten Mal sollte sie vor dem ersten Frost geerntet werden, so ist sie ohne Blätter für den Winter lagerfähig. Die Rote Bete ist ein zweijähriges Gewächs. Im ersten Jahr bilden sich Blätter und die aus der Erde herausragende Rübe, im darauffolgenden Jahr der hohe Blütenstängel.

 

Rote Bete ist vollgepackt mit wertvollen Mineralstoffen, Vitaminen und sekundären Pflanzenstoffen. Besonders erwähnenswert ist ihr hoher Gehalt an Betanin. ein Pflanzenfarbstoff der für die dunkelrote Farbe sorgt. Er wirkt antioxidativ, hilft gegen freie Radikale und das Immunsystem zu stärken. Neben der früheren Verwendung zur Färbung von Textilien, ist Betanin heute ein häufig verwendeter Lebensmittelzusatzstoff (E162) und wird zum einfärben von diversen Lebensmitteln verwendet.  

 

Geschmacklich ist rote Beete süß und erdig-aromatisch. Sie ist roh, geröstet, eingelegt oder gekocht ein Genuss. Ihre Blätter können wie Mangold oder Spinat zubereitet werden – sogar bei starkem Knoblauchgeruch sollen die Blätter Abhilfe schaffen! Besonders fein schmecken sie aber mit Knoblauch zusammen: kurz gedämpft, lauwarm und mit einem Dressing aus frischer Zitrone, Knoblauch und Olivenöl.

 

Rezeptvorschlag: Rote-Bete-Möhren-Salat 

Zutaten: 

(am besten nach Gefühl; im folgenden nur Richtwerte)

 

-       2-3 Rote Beten

-       3 Möhren

-       Etwas frische Petersilie

-       Eine kleine Zwiebel

-       Optional: Feta

-       Honig/ Ahornsirup / Agavendicksaft

Dressing:

-       Etwas Zitronensaft

-       Honig/ Ahornsirup / Agavendicksaft

-       Öl

-       Salz und Pfeffer

-       Optional etwas Senf

Zubereitung:




  1. Die rote Bete und die Möhren Reiben
  2. Die frische Petersilie hacken
  3. Die Zwiebel fein schneiden und mit etwas Honig / Ahornsirup/ Agavendicksaft karamellisieren (als Topping)
  4. Optional kann noch Feta beigefügt werden
  5. Für das Dressing: Öl, Honig o.ä., Salz, Pfeffer und etwas Zitronensaft vermengen und abschmecken
  6. Fertig?!

Brokkoli– aus der Familie der Kreuzblütengewächse

Auch beim Brokkoli handelt es sich um eine Zuchtform des Gemüsekohls. Neben Artischocke und Blumenkohl ist auch er ein Blütengemüse. Im Unterschied zu dem ihm ähnelnden weißen Verwandten sind die Blütenknospen beim Brokkoli gut ausgebildet und klar zu erkennen. Bestmöglich erntet und verzehrt man ihn bevor er seine Knospen öffnet, da mit Beginn der gelben Blüte ein Großteil des Aromas verloren geht.  

 

Neben den meistbekannten grünen Sorten existieren gelbe, violette und weiße Brokkoli. Ursprünglich kommt er aus Kleinasien und fand von dort seinen Weg nach Italien. Im 16. Jahrhundert sorgte wohl Caterina de’ Medici dafür, dass das grüne Blütengemüse auch in Frankreich publik wurde und sich daraufhin unter dem Namen „italienischer Spargel“ in ganz Europa verbreitete. Im Gegensatz zu anderen Kohlsorten galt Brokkoli in Deutschland vorerst als edles Gemüse und wurde nach dem 1.Weltkrieg nur wenig verzehrt. Erst ab den 70er Jahren fand er flächendeckend zurück in deutsche Kochtöpfe. 

 

Heute gibt es Brokkoli von Juni bis Oktober aus heimischem Freilandanbau. Sein Aroma ist im Vergleich zu anderen Kohlsorten besonders zart, so erinnert der Geschmack des Strunks an grünen Spargel. Strunk, Röschen und Blätter können sowohl roh als auch gekocht verzehrt werden. Je kürzer die Garzeit ist, desto besser bleiben die wertvollen Inhaltsstoffe erhalten. Sein Vitamin- und Mineralstoffgehalt macht Brokkoli zum Spitzenreiter. Zudem wird ihm durch seine hohe Konzentration an Senfölglycosiden eine heilsame Wirkung zugesprochen. 

TIPP: Brokkoli sollte möglichst frisch (innerhalb von 1-2 Tagen) verzehrt werden. Möchte man ihn länger lagern, so kann man ihn wie eine Schnittblume mit dem Strunk nach unten, in einem mit Wasser befüllten Gefäß (1,5cm) für 5-6 Tage im Kühlschrank lagern – das Wasser sollte täglich gewechselt werden. 

Rezeptvorschlag: Broccoli-Suppe

Zutaten:  

  • 1 Brokkoli (ca. 500g)
  • 600 g Gemüsebrühe
  • 1 Zwiebel
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1 EL Olivenöl oder Butter

Optional: 

  • 80 ml Sojacuisine bzw. Schlagsahne / 
  • Balsamicoessig und Frühlingszwiebeln

Zubereitung:

 

  1. Zwiebeln und Knoblauch schälen und klein schneiden
  2. Brokkoli waschen und in Röschen zerteilen und Kartoffeln schälen und klein schneiden
  3. Zwiebeln, Knoblauch und Kartoffeln mit Fett (Olivenöl oder Butter) kurz andünsten und dann mit der Gemüsebrühe aufgießen
  4. Brokkoliröschen hinzufügen und alles zusammen ca. 10-15 min köcheln lassen
  5. Wenn das Gemüse weich ist, die Suppe pürieren
  6. Suppe mit etwas Sahne garnieren oder mit Balsamico-Essig und klein geschnittenen Frühlingszwiebeln servieren

Blumenkohl- aus der Familie der Kreuzblütengewächse 

Der Name lässt es bereits vermuten: der Blumenkohl ist ein sogenanntes Blütengemüse. Sein Kopf besteht aus dicht zusammenstehenden, noch nicht entfalteten Blütenknospen. Würde man das Gemüse nicht ernten, so würden die Knospen „ausschießen“ und sich gelbe Blüten und Samen herausbilden. Wie bei Brokkoli und Rosenkohl handelt es sich auch beim Blumenkohl um eine Zuchtform des Gemüsekohls.  

 

Kreuzfahrer brachten die Samen wohl mit nach Italien. Von dort verbreitete er sich weiter nach Frankreich und wird seit dem 16. Jahrhundert in ganz Europa kultiviert. Im deutschen Freilandanbau findet man Blumenkohl vom Frühjahr bis in den späten Herbst. Die weiße Blume wächst geschützt unter Blättern heran. Anbauer*innen knicken Hüllblätter um den Kohlkopf herum, um die Knospen vor Sonnenlicht und Verfärbungen zu schützen. Mittlerweile wurde ein Großteil der Sorten so gezüchtet, dass sie sich selbstständig mit Blättern bedecken. Fällt Sonnenlicht auf die Knospen ein, entwickelt sich der Blattfarbstoff Chlorophyll und sie werden grün. Bekanntes Beispiel hierfür ist der aus Italien stammende Romanesco-Blumenkohl. Es finden sich aber auch lila und gelbe Zuchtsorten. 

Blumenkohl besteht zu rund 90 Prozent aus Wasser, ist reich an Vitaminen und Mineralstoffen. Er ist besonders bekömmlich und mit seiner feinen Zellstruktur ein guter Kandidat für magenempfindliche Kohlliebhaber*innen und Kleinkinder. In der Küche ist er bunt einsetzbar, so kann er sowohl roh im Salat, aber auch gedämpft, gegrillt oder gekocht kombiniert werden. 

TIPP: helle, zarte Blumenkohl-Blätter stecken voller Vitalstoffe und sind genauso wie der Strunk genießbar. Ein Spritzer Zitronensaft im Kochwasser erhält die weiße Farbe besonders gut, ein Lorbeerblatt und ein Tropfen Olivenöl helfen den Kochgeruch zu neutralisieren.

Rezeptvorschlag: 
Blumenkohl-kartoffel-auflauf

Zutaten: 

-        1 Zwiebel      
-        1 Knoblauchzehe

-        500 g Kartoffeln, geschält

-        1 Blumenkohl

-        Salz, Pfeffer, Muskat

-        1 Bund Schnittlauch

Vegan:

-        200 mL pflanzliche Milch (z.B. Soja-Drink)

-        80-100 mL pflanzliche Sahne (z.B. Sojasahne)

Für Hefeschmelz: 

-        4 EL Pflanzenmargarine

-        6 TL Mehl

-        250 ml Wasser

-        8 EL Hefeflocken

-        1 EL Senf

-        Salz & Pfeffer

Vegetarisch:

-        200 g Schlagsahne

-        2 Eier

-        50 g geriebener Käse 

ZuBereitung: 

1.       Die Zwiebel und die Knoblauchzehe(n) schälen und zerkleinern. Mit etwas Öl in einem Topf oder einer Pfanne kurz anschwitzen.

2.      Kartoffeln waschen, schälen und in Scheiben schneiden.

3.      Blumenkohl waschen und in einzelne, etwa gleich große Röschen zerteilen.

4.      Kartoffeln und Blumenkohl in den Topf zu den Zwiebeln und dem Knoblauch geben.

5.      Vegan: In einem Mixtopf die vegane Milch, Sahne und mit Pfeffer und Muskat vermischen. Nach Belieben können auch noch Paprikapulver, getrocknete Chili oder Kräuter zugegeben werden.

6.      Vegetarisch: Gib die Schlagsahne und die Eier zusammen in eine Rührschüssel. Würze die Menge nach Belieben mit Salz, Pfeffer und Muskat

7.      Die Milch-Sahne-Sauce über den Blumenkohl und die Kartoffeln gießen und alles aufkochen lassen.

8.      Alles etwa 7 Minuten leicht kochen lassen und dabei gelegentlich vorsichtig umrühren.

9.      Den Backofen auf auf 180°-200 °C vorheizen.

10.     Alles in eine Auflaufform füllen und nach Bedarf mit Käse oder Hefeschmelz* (Vegan) überbacken.

11.      Dann ca. 30 Minuten backen.

Fertig! Guten Appetit!

*Hefeschmelz:
Die Pflanzenmargarine in einem Topf schmelzen. Dann das Mehl dazugeben und gut verrühren. Dann Wasser und Hefeflocken dazu geben und nochmals gut durchrühren. Zum Schluss den Senf dazu, salzen und pfeffern. Noch einmal kurz alles zusammen erhitzen – fertig. Wenn es zu dick- oder dünnflüssig wird, 

Kompetenz meine Ziele zu verwirklichen.

Chinakohl– aus der Familie der Kreuzblütengewächs

Chinakohl lässt sich vielfältig zubereiten. Er besteht zu 94 % aus Wasser und ist im Vergleich zur ein oder anderen Kohlart sehr gut bekömmlich. Dazu besitzt er auch viele kohltypische Vitalstoffe wie verschiedene Vitamine, Mineralstoffe und Folsäure. Dabei lässt sich besonders der hohe Vitamin C Anteil des Chinakohls hervorheben.

Für die Zubereitung: falls nötig, die äußeren oder beschädigten Blätter entfernen. Dann das untere Ende des Kohlkopfes (etwa zwei Zentimeter) abschneiden. Danach kann der Kohl gewaschen und in die gewünschte Form geschnitten werden. Chinakohl eignet sich auch wunderbar für den rohverzehr, beispielsweise im Salat.

Rezeptvorschlag: 
Chinakohl-Himbeer-Salat

Zutaten: 

am besten nach Gefühl; im Folgenden nur Richtwerte

-      Etwa einen Chinakohl 

-      Eine Zwiebel 

-      Eine Knoblauchzehe 

-      Himbeeren 

Für das Dressing: 

-      ca. 50 ML Olivenöl 

-      Senf – 1 EL 

-      Himbeeren 

-      Etwas Rohrzucker/Agavendicksaft 

-      Etwa eine halbe Zitrone/  Limette

-      Salz 

-      Pfeffer 

-      Etwas Petersilie gehackt

 

 

 

Zubereitung:

  1. Himbeeren in eine Schüssel und den Saft der halben Zitrone/Limette dazugeben. 
  2. Etwas Rohrzucker/ Agavendicksaft
  3. Die halbe Schale Himbeeren, Salz, Pfeffer, Senf und Olivenöl dazu geben und gut rühren
  4. Petersile, Knoblauch und Zwiebeln hacken und dazugeben
  5. Chinakohl waschen, klein schneiden und mit dem rest vermengen
  6. Abschmecken…
  7. Fertig?!

 

 

Basilikum– aus der Familie der Lippenblütler

Das Basilikum, auch Königskraut genannt, kennt man heute meist aus der Küche und hat seinen Ursprung, so munkelt man, in Ost-Indien und dem Iran. Das aromatische Gewürz gilt gerade in der italienischen Küche als unabdingbar und lässt sich besonders gut mit Knoblauch, Öl und Tomaten kombinieren. 
 
Jedoch ist das Basilikum nicht nur eine Gaumenfreude, sondern ist schon seit langem in der Naturheilkunde zuhause und wird dort als Heilkraut verwendet. Der Wirkstoff, der im Basilikum schlummert, ist eine Kombination aus ätherischen Ölen, Vitaminen, Gerbstoffen und Mineralien. So enthält es unteranderem Vitamin K und C und die Mineralstoffe Eisen und Calcium. Darüber hinaus wirkt Basilikum durch die enthaltenen ätherischen Öle entzündungshemmend und wirkt gegen Krämpfe im Magen und Darm.

 

Wenn man jedoch in den Genuss der außergewöhnlichen Vitalstoffdichte des Basilikums gelangen will, dann nützt ein einzelnes Blatt natürlich wenig. So bietet sich Pesto beispielsweise an, um auch leicht größere Basilikummengen zu genießen und die relevanten Vitalstoffgehalte aufzunehmen. Zusätzlich kann auch die Blüte geerntet und verspeist werden.

 

TIPP für die eigene Basilikumpflanze: Das Basilikum braucht ausreichend Sonne, Licht und Wasser. Abgeschnittene Triebe, die in Wasser eingelegt werden, bilden neue wurzeln.

RezeptVorschlag Basilikum Pesto

Zutaten: 

am besten nach Gefühl; im Folgenden nur Richtwerte

  • Basilikum (ca. 50g oder eine Topfpflanze) 
  • Petersilie (wenn vorhanden)
  • Olivenöl
  • 1-2 Knoblauchzehen
  • Sonnenblumenkerne (ca. 50-100g)
  • Salz und Pfeffer
  • Optional: Hefeflocken (Parmesanersatz)
  • Optional: Parmesan (ca. 50-100g)

 

Zubereitung:

1.     Alle Zutaten in einen Behälter/ Mixer füllen.

2.     Mixen.

3.     Abschmecken.

4.     Fertig!?­­

Tipp: Schmeckt super zu Pasta!

ZUCCHINI  – aus der Familie der Kürbisgewächse 


Der Ursprung der Zucchini lässt sich etwa ins 17. Jahrhundert zurückführen. Sie ist ein Alleskönner und schmeckt ­roh, gekocht, gegrillt oder auch gebraten und lässt sich auch bestens mit anderem Gemüse kombinieren. Auch die sehr große gelbe Blüte ist für den Verzehr geeignet und gilt als Delikatesse. Darüber hinaus hat die Zucchini auch farblich einiges zu bieten, so findet man sie mit weißen, gelben, creme-grünen, dunkelgrünen sowie gestreiften Früchten. 

 

Die Zucchini hat es in sich. Neben ihrer äußeren Erscheinung steckt auch einiges drin. Sie besteht zwar zu etwa 95% aus Wasser, ist aber auch reich an Mineralien, Spurenelementen und Vitaminen. Der hohe Wasseranteil ist sehr gut für unsere Durchblutung. An Mineralien enthält die Zucchini beispielsweise viel Kalium was an der Energieproduktion beteiligt ist und wichtig für die Gesundheit unserer Zellen ist.  Auch enthält die Zucchini einen hohen Anteil an Vitamin C, was vor allem für unser Immunsystem und bei vielen Stoffwechselvorgängen wichtig ist.

 

Saisonalität: Der heimische Anbau ist von Juni bis Oktober üblich.

RezeptVorschlag Zucchini Kuchen

Zutaten

  • 200g Zucchini
  • 225g Mehl
  • 1tl Natron
  •  ½ tl Backpulver
  • 1tl Zimt
  • ½ tl Nelke (optional)
  • 200g Zucker
  • 150g Apfelmus
  • 75g Pflanzenöl
  • 1tl Vanilleextrakt
  • 1 Prise Salz

Zubereitung

  1. Zucchini reiben
  2. Trockene (Mehl, Natron, Backpulver, Zimt, Nelke, Zucker, Salz) und feuchte (Apfelmus, Pflanzenöl, Vanilleextrakt) Zutaten separat voneinander mischen
  3. Trockene und feuchte Zutaten mit geriebenen Zucchini mischen und in eine gefettete Backform füllen
  4. Bei 170° Celsius ca. 1 Stunde backen

Der Rhabarber 


RHABARBER - aus der Familie der Knöterichgewächse

 

Auch wenn wir Rhabarber vor allem im Kompott, der Marmelade oder anderen diversen Süßspeisen kennen, so gehört er botanisch zu den Gemüsen. Sein Ursprung liegt wohl im Himalaya, wo er unter anderem auch heute noch wild vorkommt. Bereits 2700 v. Chr. wurden die Wurzeln der Naturpflanzen pulverisiert und für medizinische Zwecke (z. B. gegen Darmträgheit) genutzt. Über Russland und Persien fand der Rhabarber Mitte des 18. Jahrhunderts seinen Weg nach England, dort wurde er kultiviert und der Fokus verlagerte sich vom Pharmazeutischen ins Kulinarische.  

 

Seit 150 Jahren wird Rhabarber auch in Deutschland angebaut, die Hauptsaison liegt zwischen April und Juni. Als Stichtag zählt der Johannitag am 24. Juni – danach wird der Oxalsäure-Gehalt der Pflanze höher. Oxalsäure sorgt für den herb-säuerlichen Geschmack, ist in größeren Mengen gesundheitsschädigend, weshalb man Rhabarber vor allem gekocht verzehren sollte.

 

Es existieren über 100 verschiedene Sorten, die meisten wohl aber nur noch versteckt in alten Gärten. Grüne Sorten sind am säurereichsten, je röter Fleisch und Haut sind, desto fruchtiger und beeriger werden sie im Geschmack. Neben Süßspeisen kann Rhabarber als Säureausgleich zu reichhaltigen Fleisch und Fischgerichten, aber auch in Suppen und Eintöpfen eingesetzt werden. 

 

TIPP: bei jungem Rhabarber genügt es die Stangen zu waschen und lediglich die Stielansätze zu entfernen. Die Haut ist meistens zart genug und kann mitgegessen werden. Gewaschen und in ein feuchtes Küchentuch gewickelt, hält sich Rhabarber für einige Tage im Kühlschrank.

RezeptVorschlag 

 

Mein liebster Rhabarberkuchen 

...das Rezept stammt von einer guten Freundin & wohin ich ihn bis jetzt auch mitbrachte, sorgte er immer für viel Genussfreude!

 

Für eine Spring- oder Tarteform mit 20cm Durchmesser

Backofen auf 200Grad vorheizen, Kuchenform einfetten

 

200gr Mehl

70gr Zucker                        

150gr Butter        

1 kräftige Prise Salz

Einen Teig herstellen, mit Rand in der Kuchenform verteilen und 20 Minuten blindbacken. 





3 Eier

90gr Zucker

1 Vanilleschote

3 Minuten schaumig schlagen.

 

150gr Crème fraîche

Unter Ei-Masse heben. 

 

Die Ei-Masse auf dem vorgebackenen Boden verteilen und 450gr gewürfelten Rhabarber darauf verteilen. Bei 180 Grad nochmals 40-50 Minuten backen. 

Die Erdbeere

Die Erdbeere– aus der Familie der Rosengewächse.

Archäologische Funde bestätigen, dass es sich bei der Erdbeere um wohl mit einer der ältesten Süßigkeiten der Menschheit handelt. Walderdbeeren wurden bereits im Mittelalter flächig angebaut. Unsere heutigen kultivierten Sorten – (es existieren ca. 100, nur ca. 30 sind im erwerbsmäßigen Obstanbau relevant) – entstammen größtenteils aus einer Kreuzung zweier amerikanischer Sorten, die im 17./ 18. Jahrhundert nach Europa kamen. 

280 Tonnen Erdbeeren werden in Deutschland pro Jahr verzehrt. Die heimische Saison, ist je nach Wetter, von Mai-Juli. Immer wieder wird gemunkelt, dass es sich bei der Erdbeere um gar keine Beerenfrucht handelt. Die Scheinfrucht ist von einem Gitter voller gelber Nüsse umgeben, das für den Zusammenhalt der Frucht und die Fortpflanzung sorgt. Botanisch gesehen sind sie die eigentlichen Früchte und machen die Erdbeere zu einer sogenannten Sammelnussfrucht. 

Erdbeeren stecken voller gesunder Inhaltsstoffe, enthalten sogar mehr Vitamin C als Zitronen und Orangen. Sie liefern Folsäure und sind reich an Mineralstoffen. Auch die Blätter der Pflanzen finden Verwendung, so sind sie mit ihrem herben Geschmack ein häufiger Bestandteil von Arzneimitteln, die z.B. Magen-Darm-Beschwerden lindern können. 

TIPP: Wenn die Blätter an den “Früchten” nicht stören, kann man sie mitessen. Sie liefern sogar mehr Antioxidantien als die roten Sammelnussfrüchte selbst. 

REZEPTVORSCHLag

PUY-LINSENSALAT MIT ERDBEEREN & FRISCHEN KRÄUTERN 

für 2 Personen - Zubereitungszeit ca. 25 Minuten

Für den Salat: 

½ Tasse Puy-Linsen 

250g Erdbeeren 

1 Zwiebel 

Frisches Basilikum 

Frischer Oregano 

Optional: Feta/ junger Ziegenkäse nach Gusto

Für das Dressing: 

Rotweinessig 

Ahornsirup 

Salz & Pfeffer 

Olivenöl 



Die Linsen waschen und in der doppelten Menge Wasser bissfest kochen. Erst gegen Ende salzen, dann Wasser abgießen und auskühlen lassen. 
Die Zwiebeln in feine Ringe schneiden, mit einer kräftigen Prise Salz, Prise Zucker und dem Rotweinessig mischen. 10 Minuten ziehen lassen. Kräuter & Erdbeeren waschen. Erdbeeren vierteln und die Kräuter grob hacken. Mit den Linsen und den marinierten Zwiebeln vermengen. Aus Rotweinessig, etwas Ahornsirup, Salz, Pfeffer und Olivenöl ein Dressing zaubern und zum Salat geben. Wenn gewünscht, mit Feta der jungen Ziegenkäse garnieren.

 

TIPP:

 Auch angebratener Spargel passt sehr gut zu dem Salat dazu.

Spargel

SPARGELRISOTTO mit Champignons

(für 4 Personen)

 

Zutaten:

500g grüner oder weißer Spargel

150g Champignons

300g Risotto Reis (alternativ Rundkornreis)

1 Zwiebel

2-3 Knoblauchzehen

Olivenöl

1 El Brühe auf 1L Wasser

1 El Butter (alternativ Alsan oder Pflanzenöl)

6 El Parmesan (vegan: Hefeflocken + Sesam)

Salz, Pfeffer

 

wenn vorhanden: Safranfäden

 

Zuerst wird der Spargel gewaschen und am unteren Ende leicht geschält, da er dort evtl. holzig schmeckt. Danach wird er in 1cm große Stücke geschnitten. Dabei bleiben die Spitzen erhalten und werden nicht extra gekürzt.

Die Zwiebeln und den Knoblauch würfeln und zusammen mit dem Reis in einen Topf geben. Mit Olivenöl und evtl. Safran 3 Minuten andünsten. Der Safran verleiht dem Gericht eine tolle Farbe und den besonderen Geschmack. Das Ganze wird mit 200ml Brühe abgelöscht und auf mittlerer Hitze schrittweise weiter gekocht. Sobald die Brühe eingekocht ist (ca. alle 4min), werden wieder 200ml Brühe dazu gegeben und umgerührt. Einfach so lange wiederholen, bis die Brühe aufgebraucht und der Reis fertiggekocht ist (Dauer: 20 min). Durch die mittlere Hitze und das Rühren brennt der Risotto nicht an.

Nun wird der Spargel in einer neuen Pfanne mit Olivenöl scharf angebraten. Nimmt der Spargel etwas Farbe an, werden 100ml Wasser hinzugegeben, damit er schneller gar wird. Nach ca. 7 Minuten ist das Wasser eingekocht und die Champignons kommen dazu.

Sobald der Risotto schön cremig ist, werden die Butter und der Parmesan eingerührt (vegane Alternative siehe oben). Zum Schluss werden der Spargel und die Champignons untergehoben.

Das Radieschen 

Das RADIESCHEN – aus der Familie der Kreuzblütengewächse

 

Dem Lateinischen Wort „radix“ verdankt das Radieschen seinen Namen – auch wenn es sich bei dem farbenfrohen, runden Gewächs um gar keine „Wurzel“ handelt. Vielmehr um eine sogenannte Speicherknolle, an die sich eine zarte, sichtbare Wurzel anknüpft.

 

Es existieren diverse Sorten in vielfältigen Formen & Farben - sie sind vollgepackt mit wertvollen Inhaltsstoffen, besonders reich an Vitamin C & K, wirken antibiotisch & antioxidativ. Vor allem im Frühling & Sommer ist der Verzehr der wertvollen Knolle empfehlenswert, da sie in dieser Zeit auch aus biologischem Freilandbau verfügbar ist.

 

Auf unserem heimischen Tisch kennen wir das Radieschen vor allem roh im Salat oder auf dem Butterbrot – kulinarisch kann es noch so viel mehr. So lassen sich die Knollen beispielsweise rösten, grillen, einlegen und fermentieren. In Salaten sind sie nahezu grenzenlos kombinierbar und auch in Suppen schmackhaft. Auch seine grünen Blätter sind voller Vitalstoffe, zudem schmackhaft und in der Küche verwendbar. Sie erinnern an Spinat, lassen sich als Pfannengemüse mit Knoblauch zubereiten, eignen sich aber auch sehr gut als Grundlage für Pesto oder als Alternative zu Blattspinat.

 

AUFBEWAHRUNGSTIPPS:

Die Blätter entziehen dem Radieschen die Feuchtigkeit, deshalb sollten sie zur Lagerung mit einem Messer von der Knolle entfernt und in einem feuchten Küchentuch separat im Kühlschrank gelagert werden.

REZEPTVORSCHLÄGE

RADIESCHEN mit Rosinen & Mandeln aus dem Ofen

für 2 Personen - Zubereitungszeit ca. 25 Minuten

 

300g Radieschen

eine Hand voll Rosinen

50g Mandeln (grob gehackt)

Olivenöl

Salz & Pfeffer

1 Zitrone

frische Petersilie

 

Den Ofen auf 220°C vorheizen.

Radieschen waschen, welke Blätter entfernen, restliche Blätter an der Knolle belassen und trocknen. Große Knollen halbieren. Radieschen in einer Schüssel mit Öl und Salz benetzen, auf ein Backblech geben & 10 Minuten rösten. Mandeln & Rosinen zugeben und weitere 5 Minuten rösten.

Wenn sie beginnen zu karamellisieren, aus dem Ofen nehmen und mit frischem Zitronensaft und frischer Petersilie servieren.

PESTO aus RADIESCHENBLÄTTERN

 

2 Hände voll Radieschenblätter

30g Parmesan oder Pecorino

30g geröstete Nüsse (z.B Mandeln, Cashews)

1 Knoblauchzehe

Zitronensaft

Olivenöl (im gleichen Verhältnis zu Blättern)

Salz, Pfeffer, evtl. etwas Süße

 

Nüsse rösten. Grün, Knoblauchzehe und geröstete Nüsse zusammen mit Olivenöl, Salz und Zitrone im Mixer oder von Hand, zu Pesto verarbeiten. Geriebenen Käse unterheben. Mit Salz, Pfeffer und evtl. etwas Süße abschmecken. Zum Aufbewahren in Gläser füllen.

 

TIPP:

Mit Olivenöl bedeckt hält sich das Pesto mehrere Tage im Kühlschrank