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Postelein – aus der Familie der Quellkrautgewächse

Das ebenfalls als gewöhnliches Tellerkraut, Winterportulak oder Kuba-Spinat bezeichnete Salatgewächs kommt ursprünglich aus dem Westen Nordamerikas. Dort war es wohl bereits bei Mienenarbeitern während des Goldrauschs als Nahrungsmittel beliebt. Weit vorher nutzten es indigene Völker als Heilkraut und Nahrungsmittel. Als Neophyt gelangte das winterharte Gemüse nach Mitteleuropa. Mittlerweile wird der hier im Handel verfügbare Postelein vor allem im Gewächshaus angebaut und von November bis April mehrfach geerntet. Sowohl Stängel, Blätter als auch Blüten der krautigen Pflanze sind essbar. Je älter und größer die Blätter werden, desto mehr erinnern sie an Spinat.

Postelein ist reich an Vitamin C, Eisen, Kalzium und Magnesium. Im Vergleich zu anderen Salatpflanzen ist sein Nitratgehalt gering. Die wasserspeichernden Blätter haben ein mildes, leicht säuerliches Aroma, das an Feldsalat erinnert. So lässt sich Postelein roh als Salat, gedünstet als Alternative zu Spinat oder auch in der Suppe verwenden. Im Salat trennt man die langen Stiele bestenfalls von den Blättern und schneidet die Stiele im Anschluss klein. Mit Walnüssen und Birne kombiniert, entsteht daraus ein feiner Wintersalat.

Tipp: Postelein sollte am besten ganz frisch verzehrt werden. Mit einem feuchten Tuch bedeckt hält er sich im Gemüsefach des Kühlschranks für ein paar Tage.

Rezeptvorschlag: Selbstgemachte Gnocchi mit Postelein-Pesto

Selbstgemachte Gnocchi

500 g Kartoffeln
ca. 170g Mehl
Salz & Muskatnuss

– für 2 Personen –

Tipp: Du kannst auch direkt eine größere Menge Teig machen und die Hälfte einfrieren. Wie man frische Gnocchi am besten einfriert, wird am Ende nochmal erklärt.

Als ersten Schritt musst Du den Kartoffelteig machen. Dafür kochst du einfach die 500g Kartoffeln gar. Anschließend gut abkühlen und Ausdampfen lassen, damit die Kartoffeln relativ trocken sind. Danach pellst Du die Kartoffel und stampfst diese mit einem Kartoffelstampfer oder ähnlichem. Lass den Kartoffelstampf abkühlen und vermenge diesen dann mit Mehl, Salz und Muskatnuss. Arbeite das mal am besten löffelweise ein bis der Teig nicht mehr klebrig aber dennoch weich ist.

Als nächstes teilst du den Teig in zwei Teile und rollst beide Teile auf einer bemehlten Fläche zu gleichmäßigen ca. 1,5-2cm dicken Strängen aus. Den Teig dann in ca. 1,5-2 cm dicke Stücke schneiden und zu kleinen Kugeln formen. Optional kannst du noch die klassischen Gnocchi Rillen machen. Um die Rillen herzustellen, rolle einfach jedes Kartoffelbällchen mit dem Daumen über die Rückseite einer Gabel.

Jetzt sind die Gnocchi fertig zum Garen. Dafür brauchst Du nur Salzwasser in einem Topf zum Kochen bringen. Gare die Kartoffelbällchen 4-6 Minuten, am besten Portionsweise damit diese nicht kleben. Sobald sie an der Oberfläche schwimmen sind sie fertig.

Tipp zum Einfrieren: Um die Gnocchi einzufrieren bestäube diese ungekocht mit etwas Stärke oder Mehl. Lege diese dann auf ein blech oder Brett mit Backpapier. Das Blech/Brett dann 1-2 Stunden in den Gefrierschrank stellen und bis sie fest sind. Anschließend die Gnocchi in einem luftdichten gefrierbeutel umfüllen. Auf diese Weise kleben sie nicht zusammen und du kannst sie an einem späteren Zeitpunkt einfach herausnehmen und kochen.

Postelein-Pesto

120 g Postelein
12g Sonnenblumenkerne
1 Knoblauchzehe
Salz & Pfeffer
1 EL Rapsöl
1 El Olivenöl
1 El Wasser
Spritzer Zitronensaft
Optional: 30g Parmesan

Die Sonnenblumenkerne ohne Fett in der Pfanne anrösten. Parallel den Postelein von seinen Wurzeln befreien und gut waschen. Den Stiel aber dran lassen, den kann man gut mitverarbeiten. Danach den Knoblauch hacken und Eine Handvoll der Blätter (mit wenig stängel) beiseitelegen. Dann den Postelein, die Kerne, den Knoblauch, Salz, Pfeffer und optional Parmesan (am besten gerieben) in ein Gefäß füllen und mit 1 El Rapsöl, 1 El Olivenöl und 1 EL Wasser auffüllen. Dann pürieren, bis es eine Pesto-artige Konsistenz hat. Jetzt einmal abschmecken und mit etwas Zitronensaft, Salz, Pfeffer und ggf. etwas öl verfeinern. Fertig?

Die beiseite gelegten Posteleinblätter kannst Du dann zum Abschluss zu den selbstgemachten Gnocchi mit Postelein-pesto hinzufügen.