Fermentation

Schon seit Urzeiten fermentiert der Mensch seine Lebensmittel, um sie haltbarer zu machen. Aber auch gesundheitlich bringt die Fermentation viele gute Argumente mit sich. Welche sind das? Und wie fermentierst Du ganz einfach in der eigenen Küche?

Der Begriff der Fermentation ist Dir bestimmt schon das eine oder andere Mal über den Weg gelaufen. Tatsächlich ist das Fermentieren schon seit Urzeiten in verschiedensten Kulturen eine Möglichkeit, um beispielsweise Gemüse, länger haltbar zu machen. So konnten fermentierte Produkte bereits in den Steinzeitmenüs von vor 3,4 Millionen Jahren nachgewiesen werden. Auch gesundheitlich bringt sie eine Vielzahl an guten Argumenten mit sich.

Was passiert überhaupt bei der Fermentation?

Die Oberfläche von Gemüse ist übersät mit einer Menge an Mikroorganismen. Durch  Zugabe von Salz in ein luftdichtes Gefäß, wird der Kampf zwischen all diesen unterschiedlichen Mikroorganismen beeinflusst, wodurch ein Milieu geschaffen wird, in welchem sich Milchsäurebakterien bilden, vermehren können und die Oberhand gewinnen.

Warum sind fermentierte Lebensmittel so gesund?

Fermentierte Lebensmittel sind reich an Milchsäurebakterien. Diese stärken unsere Darmflora sowie unser Immunsystem und bringen unseren Darm in ein bakterielles Gleichgewicht. Darüber hinaus dienen sie dazu, den Darm sauber zu halten, indem sie für ein leicht säuerliches Umfeld sorgen, in dem sich Bakterien nicht wohlfühlen.

Bei der Fermentation werden Kohlenhydrate, also Zucker und Stärke, zu Milchsäure abgebaut. Dieser Prozess verwandelt das Gemüse in ein zuckerarmes bzw. zuckerfreies und probiotisches Nahrungsmittel. Probiotisch bedeutet einfach, dass ein Lebensmittel Mikroorganismen hat, die in unserem Magen und Darm überleben können. Die bei der Fermentation gewonnen Milchsäurebakterien zählen auch dazu.

Außerdem gewinnen die Lebensmittel durch die Fermentation an Mineralstoffen wie Calcium, Magnesium und Kalium sowie an, Spurenelementen wie Jod, Eisen und Zink. Auch die Anteile von Vitaminen wie Vitamin C, K und B werden durch die Fermentation erhöht.

Gut zu Wissen:

Wenn Du gezielt nach fermentierten Produkten suchst, kannst Du darauf achten, dass die Produkte nicht pasteurisiert wurden. Das macht die Lebensmittel zwar noch länger haltbar, jedoch verlieren sie durch die Pasteurisierung einen Großteil der Vitamine und Bakterienkulturen wieder. Neben Gemüse können auch Nüsse, Samen und Tofu fermentiert werden, wodurch sich wunderbar veganer Quark, Joghurt und Käse herstellen lässt.