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Haferwurzel – aus der Familie der Korbblütler

Im Winter befindet sich das Beste meist unter der Erde. Auch die süßlich schmeckende, milchhaltige Haferwurzel, die schon in der Antike als Gemüse bekannt war und geröstet, gebacken oder in die Suppe gegeben wurde. Bereits im 4. vorchristlichen Jahrhundert wurde die cremefarbene Pfahlwurzel aus dem Mittelmeerraum erwähnt. Im 16. Jahrhundert wurde sie kultiviert und blieb über Jahrhunderte ein beliebtes (Winter-)Gemüse, nahrhaft und wohlschmeckend. Noch im 18. Jahrhundert war die Haferwurzel (Tragopogon porrifolius) in Mitteleuropa weit verbreitet. Auch im deutschsprachigen Raum von Nore nach Süd wurde sie geschätzt, bevor sie von der ertragreicheren Schwarzwurzel im 19. Jahrhundert verdrängt wurde und langsam in Vergessenheit geriet. Bekannt ist die Haferwurzel auch als Haferwurz, Bocksbart, Weiße Schwarzwurzel und Austernpflanze. Bei der Zubereitung entwickelt die Wurzel tatsächlich ein zartes Austern-Aroma, und bis heute gilt die „oyster plant“ in Großbritannien als Delikatesse. Auch wenn die cremefarbene, 15 bis 30 cm lange Haferwurzel so gar nicht danach aussieht: Wie die Schwarzwurzel färbt ihr milchiger Saft die Hände braun.

Dem Gemüse werden auch heilende Kräfte nachgesagt. Schon im 17. Jahrhundert galt sie zur Stärkung bei Schwindsucht und als Leber- und Gallentonikum. Das glutenfreie, an Inulin reiche Gemüse, eine unverdauliche Zuckerart, ist auch für Diabetiker interessant. Im Gegensatz zur Schwarzwurzel, muss man die Haferwurzel übrigens nicht unbedingt schälen und kommt deshalb nicht mit dem klebrigen Milchsaft in Berührung. Gut abbürsten reicht in vielen Fällen.

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Haferwurzelsuppe Mit Sellerie-Chips

Himmel un ÄÄd Zutaten

400 g Haferwurzel
150 g Zwiebeln
Etwas Sellerie
350 ml Gemüsefond
80 ml Weißwein
150 ml Sahne
30 g Butter

Weitere Zutaten

Etwas Olivenöl

Gewürze

Salz
Pfeffer

Zubereitung:

Zum Schälen der Haferwurzel unbedingt Gummihandschuhe verwenden, da der Wurzelsaft stark abfärbt und rötlich-braune Flecken hinterlässt. Die geschälte Wurzel in kleine Stücke schneiden und zur Weiterverarbeitung in eine Schüssel mit kaltem Wasser geben, da sie sonst an der Luft schnell braun werden. Nun die Zwiebel schälen und in feine Würfel schneiden. In einem Topf mit Butter glasig anschwitzen lassen. Sobald die Zwiebel goldgelb sind, die Haferwurzel dazugeben und ca. drei Minuten glacieren lassen. Mit Weißwein ablöschen und bei kleiner Hitze etwa drei Minuten köcheln lassen. Mit Gemüsefond aufgießen und alles ca. 40 Minuten sanft kochen lassen.

Für die Sellerie-Chips den Sellerie schälen und in dünne Scheiben hobeln. Auf ein Backblech getrennt voneinander auslegen und mit etwas Olivenöl besprühen. Mit etwa Salz würzen. Für etwa 15min. bei 200 °C ausbacken, bis sie richtig knusprig sind.

Nach der Kochzeit mit Sahne aufgießen und ordentlich aufkochen lassen. Die Suppe mit hilfe des Mixstabs pürieren. Alles durch ein feines Sieb passieren, mit Salz abschmecken, anrichten und mit Sellerie-Chips garnieren.